Boba Fett

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Welche Kostümversion?

Bevor man mit dem Bau oder der Anschaffung des Kostüms beginnen sollte, sollte man sich für eine der beiden Versionen entscheiden. Es gibt eine ESB Version (aus dem Film "Empire Strikes Back" - "Das Imperium schlägt zurück"), im Foto hier links, und es gibt eine ROTJ Version (aus dem Film "Return Of The Jedi" - "Die Rückkehr der Jedi-Ritter"), hier im Bild rechts zu sehen. Die beiden Version unterscheiden sich in folgenden Teilen: Helm, Blaster, Farbe des Overall, Gürtel, Jetpack und Gautlets. Es ist generell nicht möglich die Kostüme zu kombinieren. Man sollte sich also entscheiden, welche Version einem am besten gefällt und diese dann konsequent umsetzen.


 Helm

Wie so oft, ist der Helm der wichtigste Teil des Kostüms. Daher sollte man folgendes beachten:

  • Alle offiziell lizenzierten Helme (außer dem sehr seltenen und teuren Don Post Deluxe Fiberglas-Helm) taugen ohne aufwendige Modifikationen eigentlich nichts, wenn man sich ein wirklich gutes Kostüm zusammenstellen möchte.
  • Obwohl sie eigentlich ca. 15% unterhalb der Originalgröße liegen, sind der Don Post Standard von 1995 (weißes Interieur) und 1996 akzeptabel, da sie sich nicht so leicht verformen. Diese Helme dienten oftmals als Grundlage für viele gute Fiberglas-Kopien.
  • Am besten geeignet sind die Helme aus Fiberglas oder Resin

Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Helm-Designs, ESB und ROTJ. Beide Varianten verfügen über eine große Detailtiefe, sodass es den Rahmen des Tutorial sprengen würde auf alle Details in der Bemalung einzugehen. Nachfolgend findest Du Bilder zur Erklärung.

ESB Version





ROTJ Version


Austauschen des Visors
Bei allen Don Post bzw. Rubies-Helmen ist es unerlässlich das Visier auszutauschen. Bei eBay sind oft geeignete Visiere speziell für den Boba Fett Helm zu finden.


 Rüstung

Die Rüstung besteht aus insgesamt 8 Teilen, die mit Klettband bzw. Druckknöpfen an der Weste angebracht sind. Die Weste wird am Rücken über Klettband oder einen Reißverschluss geschlossen.

Auf der Vorderseite werden 4 Teile angebracht, wobei bei der linken Brustplatte noch ein sog, Circuit Board (LED-Anzeigetäfelchen) integriert ist. Auf der Halsplatte sind auf jeder Seite zwei silberne Klötzchen (ähnlich der Tasten einer Computertastatur) angebracht.


Das Rückenteil ist mit zwei Schlitzen versehen, wo später die beiden Gurte zu Befestigen des Jetpacks (Raketenrucksacks) durchgeführt werden.

Ein weiterer Teil der Rüstung ist der Tiefschutz, der durch ein breites Gummiband am Platz gehalten wird.

Es gibt eigentlich 2 Methoden um die Rüstungsteile mit der Weste zu verbinden zum einen durch Druckknöpfe oder zum anderen durch Klettbänder. Die Befestigung mittels Druckknöpfen hat jedoch den Vorteil, dass die Rüstungsteile besser auf der Weste halten und sich nicht so leicht lösen wie bei einer Befestigung durch Klettbänder.

Zum Bemalen der Rüstungsteile empfehle ich folgendes Vorgehen:

  • Die erste Farbschicht besteht aus silberner Farbe.
  • Dann werden die gewünschten Stellen mit Kreppband abgeklebt.
  • Dann wird das Teil mit olivgrüner Farbe lackiert.
  • Nach dem Trocknen werden das Kreppband entfernt und die Stellen ggf. mit silberner Farbe nachlackiert.
  • Damit diese "Kampfspuren" auch noch recht gut aus einiger Entfernung zu erkennen sind, sollte man sie mit ockergelber Farbe umranden.
  • Abschließend sollte man aus einem Abstand von einer Armlänge die Teile mit schwarzer Farbe besprühen, sodass sich so eine Art Farbschleier über die Teile legt und sie dadurch dunkler erscheinen.

 Gauntlets (Armschützer)

Die Armschoner werden teilweise schon komplett lackiert oder als Fiberglasbausätze bei eBay versteigert. Diese selbst herzustellen ist doch recht schwierig. Die beiden Hälften eines Armschoners werden idealerweise mit Klettband zusammengehalten.

Das silberne Schaltpanel des linker Armschoners hat fünf Reihen von Tasten, wobei die innersten beiden Reihen rot, die mittleren schwarz lackiert und die letzte Reihe silber belassen werden. Die Pfeile auf dem rechten Armschoner lassen sich am besten durch die Spitzen einer Kugelschreibermine darstellen. Diese Spitzen können auf glänzende Nägel aufgesteckt und dann am Armschoner befestigt werden.


 Jetpack

Das Jetpack ist das wohl am schwierigsten herzustellende Teil des gesamten Kostüms. Es sind jedoch in regelmäßigen Abständen sog. Kits aus Resin oder Fiberglas über eBay verfügbar. Ähnlich wie beim Rest des Kostüms gibt es auch beim Jetpack verschiedene Variationen. In ANH (Special Edition) und ROTJ waren die Farben des Jetpacks dunkelblau, rot, weiß und gelb. In ESB war es komplett grün.

Man kann auch versuchen aus verschiedenen Teilen ein Jetpack selbst zusammenzubasteln. Das folgende Bild soll hierbei Anhaltspunkte geben:

Da das Jetpack auf dem Rücken getragen wird, empfiehlt es sich hierfür ein separates Tragesystem zu verwenden. Hierzu kann man z.B. einen alten Rucksack verwenden, der dann unter der Weste getragen wird. Durch Schlitze an der Rückseite der Weste und der Rückenpanzerung kann man dann Gurtle hindurchziehen, an denen man das Jetpack befestigt. Da das Tragen des Jetpacks auf längere Zeit eine Qual wird (egal wie leicht das Pack auch sein sollte) empfehle ich am unteren Rand des Jetpacks einen Gürtel zu befestigen, der dann um die Hüfte gelegt wird und vorne verschlossen wird. Hierzu eignet sich idealerweise ein schwarzer Nylon-Gürtel, wie er bei den Bleigurten von Tauchern verwendet wird.


 Gürtel

Der Gürtel lässt sich relativ einfach selbst herstellen. Entweder aus Kunstleder oder aus richtigem Leder.

Zunächst sollte man die obige Vorlage ausdrucken und in der richtigen Größe auf Karton übertragen, welcher dann als Vorlage für die Lederstücke dient. Die Nummern stehen für die zu verwendende Kantenlänge. Die so hergestellten Lederstücke klebt man auf ein entsprechend geformtes Stück Holz, damit die Taschen in Form bleiben und alle die gleiche Größe behalten.

An den Seiten des Gürtel befinden sich noch zwei Taschen (ähnlich den Taschen beim Kummerbund des Biker Scouts). Ein englischsprachiges Schneidetutorial ist hier zu finden.

Unter dem Ledergürtel mit den Taschen wird noch ein geflochtener Gürtel verwendet. Bei diesem Gürtel handelt es sich um ein Sattelgurt aus dem Pferdesport. Die Farbe der Bänder sollte rostbraun sein.


 Blaster

Der Blaster von Boba Fett basiert auf einer modifizierten „Webley & Scott No.1 Mark I flare gun“. Auch hier gibt es Unterschiede bei den ESB- und ROTJ-Versionen.


 Wookiee Skalps

Dies sind die Trophäen eines Kopfgeldjägers. Hier sucht man sich am besten jemanden, der aus Kunsthaar Zöpfe flechten kann.


 Shin Tools

Es gibt 4 komische Gegenstände, die in den Taschen unterhalb der Knie stecken. Das Ding mit dem roten Streifen ist ein sog. "Paterson RC Print Squeegee", also eine Art Zange, die im Fotolabor dazu verwendet wird die Entwicklerflüssigkeit von den Fotos abzustreifen. Das Ding ganz rechts ist ein "Paterson Chemical Mixer", auch ein Werkzeug aus dem Fotolabor zum Vermischen von Chemikalien.


 Overall

Für den Overall besorgt man sich am besten einen hellgrauen Militär-Overall. Dieser muss jedoch umgearbeitet werden. Vor allem müssen eventuell überflüssige Taschen entfernt werden, die Abnäher an den Oberarmen sowie der Taille ergänzt werden. Desweiteren müssen die Taschen an den Oberschenkeln aufgenäht werden, die im Design den Gürteltaschen entsprechen.


 Schuhe

Es ist zwar möglich diese Schuhe selbst zusammenzubasteln, jedoch ist das Ergebnis oft nicht sehr zufriedenstellend. Daher rate ich dazu sich eeignete Schuhe z.B. bei www.caboots.com zu kaufen.


 Handschuhe

Bei den Handschuhen handelt es sich wohl um Spezialanfertigungen. Diese kann man sich am besten selbst zusammenschneidern.


 Cape

Das Cape (Umhang) von Boba Fett ist ca 75 cm breit und 92 cm lang. Auch hier gibt es zwischen den beiden Versionen Unterschiede. Während das ESB-Cape doch recht schwierig selbst herzustellen ist (linkes Bild) kann man beim ROTJ-Cape (rechtes Bild) z.B. die Zeltbahn eines Bundeswehrzeltes (Dackelgarage) als Grundlagen verwenden. Das Cape wird an der linken Schulter an der Rüstungsplatte befestigt.


Autor

Thorsten Schneider



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